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Kultur

Freiheit

In Westen der Stadt St. Gallen entsteht ein Theaterstück, das die reformatorische Freiheit für die heutige Zeit thematisiert. Angestossen hat es Pfarrerin Kathrin Bolt. Bis zur Aufführung im Sommer 2018 wird nachgedacht, geübt und das Stück erarbeitet.

Das Theater in und bei der Kirche Bruggen wird nicht «eingekauft», sondern inhaltlich und künstlerisch mit Menschen vor Ort entwickelt. 

Unterwegs mit Laien
«Der partizipative Prozess, in welchem viele Personen und Gruppen involviert sind, ist entscheidend», sagt Kathrin Bolt. Die Pfarrerin arbeitet seit acht Jahren für die Kirchgemeinde Straubenzell St. Gallen West, zuständig für die Erwachsenenbildung. Ein Theaterprojekt, das die Anstösse für die Reformation im Jubiläumsjahr aufgreift, war für sie naheliegend, hat sie doch schon früher mit den «Jungen Erwachsenen» Theater aufgeführt. Dazu kommt, dass ihre Vorgängerin Rut Ochsner in Straubenzell eine Theaterkultur aufgebaut hat. «Es gibt hier viel Erfahrung und Interesse, sodass es leicht war, einen Chor, Helfer für Bühnenbau und Requisiten wie auch Mitwirkende aus allen Altersschichten für das Projekt zu begeistern.» 

Orte und Themen der Freiheit 
Noch ist das Stück nicht geschrieben. Autor Michael Hasenfuss hat aber zusammen mit Regisseurin Barbara Bucher und weiteren Mitwirkenden die Kirche und ihre Umgebung gründlich erkundet. An den möglichen Orten für das Stationentheater (siehe Kasten) wurden bereits mögliche Szenen zum Thema Freiheit erwogen. Der Kircheneingang lädt ein, Freiheit mit Hochzeit und Ehe in Beziehung zu bringen, im eng bestuhlten Unterrichtsraum wurde über Freiheit im Altersheim diskutiert – oder könnte hier eine Konfirmandenlektion stattfinden? Grosse Faszination ging von dem immensen Raum unter der Kirche aus. Der Mulitimediamann Michi Egger würde diesen eher unheimlichen Ort gerne mit Licht und Sound bespielen. Köbi Rohrer, der die Bühnen konstruieren wird, brachte handfeste Kriterien der Machbarkeit ein – es könnte nämlich auch regnen und neben der Kirche gibt es eine befahrene Strasse. 

Reformatorische Freiheit heute?
Die Theaterpädagogin Barbara Bucher wird Regie führen. Sie unterrichtet an den Kantonsschulen Trogen und Wattwil und führte 2016 das von Hasenfuss geschriebene Zwinglistück «Huld und Schuld» auf. Nun hat sie sich eingehend mit dem Thema Freiheit beschäftigt, mit Freiheit von – und mit Freiheit zu etwas, letztlich zum guten Handeln am Mitmenschen. Während die Theatertruppe wöchentlich übt, wird sich Autor Michael Hansenfuss Ende Oktober für 14 Tage zurückziehen, um das Stück zu schreiben.

 

Text und Fotos: Andreas Schwendener  – Kirchenbote SG, Oktober 2017

 

 

Was ist ein Stationentheater?

In und neben der Kirche Bruggen werden verschiedene Bühnen eingerichtet, welche die dortigen Gegebenheiten einbeziehen. Das Theaterstück wird in einem ersten Teil in kurzen Szenen auf diesen Bühnen gespielt. Das Publikum begibt sich in Gruppen an die Standorte, wo verschiedene Aspekte von «Freiheit» thematisiert werden. 

Der zweite Teil des Theaters findet in der Kirche statt. Dort verweben und vereinen sich die scheinbar zusammenhangslosen Szenen vom ersten Teil. 

Eröffnet wird die Vorführung im Pfarrhausgarten bei der Kirche – mit Gastronomie. Mit einem noch geheimen Überraschungseffekt soll das Stationentheater beginnen. 


Reformationsjahr AR/AI - Schlussfeier

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